Wir haben keine bleibende Stadt! (Hebr. 13,14) – Gottesdienst in den Seniorenzentren zum Jahreswechsel (2.1.2013)

Liebe Gemeinde,
am Anfang des Jahres möchte ich gerne mit Ihnen über die Jahreslosung für das Jahr 2013 sprechen.
Sie soll uns für das ganze Jahr begleiten und kommt in diesem Jahr aus dem Hebräerbrief im 13. Kapitel. Dort steht kurz und knapp geschrieben: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“
Es ist ein Spruch, der oft bei Beerdigungen verwendet wir. Denn die zukünftige Stadt, das ist ein ganz wichtiges Bild in der Bibel: Sie ist ist das himmlische Jerusalem, der Ort, an dem Gott einmal ganz Nahe sein wird. Sozusagen, das himmlische Paradies. Und die Bibel beschreibt, dass an diesem Ort keine Tränen mehr sein werden, kein Leid, kein Schmerz und kein Tod.
Und Sie alle haben in ihrem Leben mehr Schmerzen und Leid miterlebt, Sie alle haben mehr geliebte Menschen verabschieden müssen und kennen den Schmerz sehr gut.
Aber in der zukünftigen Stadt wird es einmal nicht mehr so sein, so verspricht uns Gott.
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ In diesem Spruch geht es nicht nur um den Tod. Es geht auch um Heimat. Es geht darum, eine wirkliche Heimat zu finden. Ich nehme an, dass viele von Ihnen hier in Neunburg ihre zweite oder dritte Heimat haben. Dass viele von Ihnen vertrieben wurden, aus der Heimat, in der Sie geboren und aufgewachsen sind. Und die Jahreslosung verweist darauf, dass wir hier auf Erden, immer wieder von Krieg und Vertreibung bedroht sind. Dass eigentlich bei Gott unsere Heimat ist, dass wir erst bei ihm zur Ruhe kommen, da auf der Welt alles vergänglich ist.
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Manche Leute sagen:Wenn sich alles um die zukünftige Stadt dreht, was interessiert uns dann noch die Welt? Was interessiert uns noch unser Nachbar oder die Politik? Was mir wichtig geworden ist: ein paar Verse weiter heißt es: „Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht
Das heißt: Auch wenn wir uns darüber freuen können, dass Gott uns eine Heimat bietet, eine zukünftige Stadt, dann sollen wir trotzdem auch hier schon unser bestes tun. Zum Beispiel anderen eine Heimat bieten. Wenn neue Heimbewohner kommen, sie willkommen heißen. Freundlich sein. Das neue Personal und den Besuch mit einem lächeln begrüßen So kann man viel Gutes tun und helfen, dass unsere Heimat liebenswert ist.
Amen.
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