Ich lebe … und ihr sollt auch leben. Predigt zu Ostern

Anmerkung: Die nachfolgende Predigt beziehen sich auf folgende Karte der Stiftung Marburger Medien:

Liebe Gemeinde,
sie haben eine Karte erhalten.
Sie sehen auf der Karte einen dunklen Gang. In Stein gehauen. So ähnlich wie das Grab, in das man Jesus gelegt hatte. Josef von Arimathäa, so haben wir es gehört, legte ihn seinen Leichnam in ein Felsengrab. Ein Stein davor. Dunkelheit. Dunkelheit wie gerade vorhin in unserer Kirche.
Wie kann hier Licht hineinkommen?
Auf unserer Karte sieht man die Treppen. Die Treppen haben heruntergeführt, nun steht man im Dunkeln. Oder: Sie führen hinaus ins Helle.
Von den Treppen strahlt das Licht des Tages hinein, wie auch jetzt langsam durch die Fenster unserer Kirche.
Die Treppen laden ein: Ich kann mich aufmachen, hinausgehen in den Tag. Ich muss nicht mehr in der Dunkelheit gefangen sein. Der Weg ist frei.
Ich kann mich aufmachen und leben: Ich lebe…
Ich lebe … und ihr sollt auch leben! So hat es Jesus gesagt, der ins Grab, in die Dunkelheit gelegt wurde – so wie wir alle nach unserem Tod ins Grab gelegt werden.
Ich lebe… und ihr sollt auch leben. Ihr werdet nach eurem Tod weiterleben, da ich auch nach meinem Tod weiterlebe. Diese Macht hat Gott, auch wenn es für uns unvorstellbar ist.
Ich lebe… und ihr sollt auch leben: Nicht erst nach dem Tod, sondern auch jetzt schon.
Begebt euch hinaus aus euren Gräbern, aus den Orten wo es für euch Dunkel ist.
Begebt euch hinaus, hinaus ins Licht, hinaus in den Tag, wo das Leben ist.
Ich gebe euch die Kraft dazu, die manchmal schweren Treppenstufen zu schaffen.
Ich lebe – und ihr sollt auch leben. Amen!
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