Gottesdienstheft zu Ostern

Leider können wir dieses Jahr die Karwoche und Ostern nicht gemeinsam feiern. Gemeinsam mit Katja Klein habe ich daher ein Gottesdienstheft zum Zusammenfeiern erstellt.

Hier folgt nun der komplette Text. Fertig layouted schaut das ganze dann so aus:

https://www.bayerischer-wald-evangelisch.de/system/files/dateien/2020-02_gottesdienstheft_karwoche_und_ostern.pdf

Text (unformatiert):

Gründonnerstag

Vorbereitung:
Richten Sie kleine Brotwürfel, Gläser und Wein oder Traubensaft vor und zünden Sie die Kerze/n an. Lieder machen die Feier schöner. Sie finden Abendmahlslieder im Gesangbuch oder unter
http://www.liederdatenbank.de

Gebet:
Gott, ich bin/wir sind hier – du bist hier. Mehr braucht es nicht.
In Glauben und Gebet bin ich/sind wir mit dir verbunden.
In Glauben, Gedanken und Gebet bin ich/sind wir mit so vielen verbunden, die ich kenne. Mancher fehlt mir gerade jetzt besonders.
Sei du bei uns allen. Lass uns deine Nähe spüren
Stärke mich/uns durch dein Abendmahl. Amen.

Zur Erinnerung an das Abendmahl, das Jesus eingesetzt hat, lese ich in der Bibel im Evangelium nach Matthäus, im 26. Kapitel:
17 Es war der erste Tag vom Fest der Ungesäuerten Brote.
Da kamen die Jünger zu Jesus und fragten:
»Wo sollen wir das Passamahl für dich vorbereiten?«
18 Jesus antwortete:
»Geht in die Stadt zu dem und dem Mann – richtet ihm aus: ›Der Lehrer lässt dir sagen: Die Zeit, die Gott für mich bestimmt hat, ist da.
Ich will bei dir das Passamahl feiern zusammen mit meinen Jüngern.‹«
19 Die Jünger machten alles so, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Und sie bereiteten das Passamahl vor.
20 Als es Abend geworden war,
ließ sich Jesus mit den zwölf Jüngern zum Essen nieder.
26 Beim Essen nahm Jesus ein Brot. Er lobte Gott und dankte ihm dafür.
Dann brach er das Brot in Stücke und gab es seinen Jüngern.
Er sagte: »Nehmt und esst! Das ist mein Leib.«
27 Dann nahm er den Becher. Er sprach das Dankgebet und gab ihn seinen Jüngern. Er sagte: »Trinkt alle daraus!
28 Das ist mein Blut. Es steht für den Bund, den Gott mit den Menschen schließt. Mein Blut wird für die vielen vergossen werden zur Vergebung ihrer Schuld.
29 Das sage ich euch: Ich werde von jetzt ab keinen Wein mehr trinken.
Erst an dem Tag werde ich mit euch neu davon trinken,
wenn mein Vater sein Reich vollendet hat.«
30 Jesus und seine Jünger sangen die Dankpsalmen.
Dann gingen sie hinaus zum Ölberg. (Basisbibel)

Eine/r leitet nun das Abendmahl ein:
In Erinnerung an diesen Abend und an Jesu Worte feiern wir hier am Tisch miteinander das Abendmahl. Die Kirchen sind geschlossen. Aber unsere Herzen bleiben geöffnet. Weit geöffnet.
Sie schließen alle mit ein, die uns lieb und wert sind.
Eine/r nimmt an dieser Stelle das Brot, das bereitsteht und spricht Jesu Worte noch einmal nach:

„Nehmt und esst! Das ist mein Leib.“

(Mit mehreren geben wir das Brot dann von einem zum andern weiter.) Jede/r nimmt sich ein Stück und isst es.

Danach nimmt eine/r auch ihr/sein Glas Saft oder Wein, das bereitsteht und spricht auch hier Jesu Worte noch einmal nach:

„Trinkt alle daraus. Das ist mein Blut. Es steht für den Bund, den Gott mit den Menschen schließt – vergossen zur Vergebung der Schuld.“

Jede/r nimmt sein Glas und trinkt.

Nach dem Essen und Trinken ist Platz für einen Psalm, ein Lied oder ähnliches.

Nach eigenem Ermessen lädt jemand schließlich zum gemeinsamen Gebet ein. Wer allein ist, spricht es ruhig trotzdem laut aus:

Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr, und es neige sich zu uns herab dein Erbarmen.
Dein ist der Tag und dein ist die Nacht.
Bleibe bei uns, Herr, mit deiner Gnade und Güte,
mit deinem heiligen Wort und Sakrament, mit deinem Trost und Segen.
Bleibe bei uns, wenn Trübsal und Angst über uns kommen, die Nacht des Zweifels und der Anfechtung. Bleibe bei uns und allen deinen Kindern. Mit ihnen in Gedanken und im Glauben verbunden beten wir: Vaterunser (sh. Seite 12)

Und am Ende lese ich/hören wir Luthers Abendsegen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater,
durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,
dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich,
du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten.
Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele
und alles in deine Hände.
Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Das walte Gott
Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen.

Textvorlage: Pastorin Marianne Gorka, Ev.-Luth. Landeskirche Kirche Hannovers

Karfreitag

Vorbereitung: Bitte stellen Sie eine Kerze und ein Kreuz bereit. Falls möglich dunkle Stoffe zum Verhüllen des Kreuzes/der Kreuze im Haus.

Psalm 22 (in Auswahl):
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
Aber du bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.
Unsere Väter hofften auf dich;
und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.
Zu dir schrien sie und wurden errettet,
sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
ein Spott der Leute und verachtet vom Volk
Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:
»Er klage es dem HERRN, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.« […]
Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe;
denn es ist hier kein Helfer.
Sie teilen meine Kleider unter sich
und werfen das Los um mein Gewand.
Aber du, HERR, sei nicht ferne;
meine Stärke, eile, mir zu helfen!
(Luther 2017)

Stille, eventuell ruhige Musik

Gebet:
Unerforschlicher Gott:
Angst, Leid und Sterben ist uns in diesen Tagen so nah.
Du scheinst uns so fern, leidest aber in Jesus mit.
Lass uns auf ihn blicken und auf dich vertrauen.
Amen.

Passions-Lesung: Markus 15, 33-39
Es war die sechste Stunde,
da breitete sich im ganzen Land Finsternis aus.
Das dauerte bis zur neunten Stunde.
In der neunten Stunde schrie Jesus laut: »Eloï, Eloï, lema sabachtani?«
Das heißt übersetzt:
»Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«
Als sie das hörten, sagten einige von denen, die dabeistanden:
»Habt ihr das gehört? Er ruft nach Elija.«
Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf eine Stange und hielt ihn Jesus zum Trinken hin.
Er sagte: »Lasst mich nur machen!
Wir wollen mal sehen, ob Elija kommt und ihn herunterholt.«
Aber Jesus schrie laut auf und starb.
Da zerriss der Vorhang im Tempel von oben bis unten in zwei Teile.
Ein römischer Hauptmann stand gegenüber vom Kreuz.
Er sah genau, wie Jesus starb.
Da sagte er: »Dieser Mensch war wirklich der Sohn Gottes.«
(Basibibel)

Als Zeichen des Todes wird die Kerze nun ausgeblasen. Die Kreuze im Haus können verhüllt werden.

Stille

Vaterunser (sh. Seite 12)

Schlussvotum:
Christus ist darum für alle gestorben, damit die, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt wurde. (2. Kor 5,15)

Pfr. Gerhard Beck

Osternacht

Diese Osternacht beginnt zum Aufgang der Sonne. Empfohlen ist ein Beginn gegen 6.00 Uhr. Die angegebenen Lieder finden Sie zum Mitlesen und Nachhören unter https://kurzelinks.de/ostermorgen
Bitte legen Sie eine große Kerze und Streichhölzer bereit.

Lesen mit Pausen:
Ich atme ein. Ich atme aus. Ich schaue in den Himmel.
Ich sehe, wie die Welt erwacht.
Ich sehe, wie das Licht aufbricht. Aus dem Dunkel erwacht das Licht.
Erste Strahlen brechen durch. Und leise Töne dringen an mein Ohr.

Christus ist das Licht der Welt. Gott sei ewig Dank.

Entzünden der Kerze.

Christus ist das Licht der Welt. Gott sei ewig Dank.

Licht erwacht. Licht ist da. Licht vom Lichte. Ewiges Licht.
Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.

(Wenn Sie mehrere Personen sind, grüßen Sie sich:)
Gruß: Christus ist auferstanden. Antwort: Er ist wahrhaftig auferstanden.

Glocken läuten. Ich sehe das Licht. Es ist Ostern.
Wir feiern: An unterschiedlichen Orten. Zur gleichen Zeit. Im gleichen Glauben. Wir feiern in Gottes Namen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: „Christ ist erstanden“ (EG 99)

Gebet
Gott. Ich bin hier. Und Du bist hier. Ich bete zu Dir.
Und weiß: ich bin verbunden. Mit Dir. Mit anderen, die zu Dir beten.
Genau jetzt. Genau so. Es ist Ostern!
Ich bin hier. Und Du bist hier. Das genügt.
Und ich bringe Dir alles, was ist. Höre auf unser Gebet. Amen.

Lied: „Verbunden“ (Josi und Til von Dombois)

Osterevangelium: Mk 16,1-8
Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.
Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.
Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?
Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.
Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.
Er aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.
Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.
(Luther 2017)

Falls die Kreuze seit Karfreitag verdeckt sind, die Tücher nun entfernen.

Lied „Wir stehen im Morgen“ (Freitöne 95)

Zum Nachdenken:
Es ist Ostern. Heute ist das Grab hell und da erklingen die Worte des Engels gegen die Angst. Sie flüstern ins Ohr: „Fürchte Dich nicht.“

„Fürchte Dich nicht.“ In aller Sorge um die Lieben.
Bei allen Bildern, die über die Medien ins Wohnzimmer dringen.
Du bist nicht allein. Du bist nicht allein. Du bist nicht allein.
Gott ist da. Er sorgt sich mit. Er weint über die Toten. Er hält Deine Hand. Er führt ins Licht, immer wieder ins Licht.

„Fürchtet Euch nicht!“ Hallt es im Grab. Es hallt in Maria Magdalena und in Maria, der Mutter des Jakobus, und in Salome nach. Zitternd zuerst vor Staunen und erster ungläubiger Freude, dann immer fester. Kann es wirklich wahr sein? Kann es sein? Jesus – er ist auferstanden!

„Fürchte Dich nicht.“ Hallt in meinem Herz nach. Hallt von den Wänden der Grabeskammer. Hallt in die Küchen und Stuben und Videokonferenzen und Altenheime und Intensivstationen.

„Fürchte Dich nicht“, gesprochen für Dich.
Das Grab ist auf und der Himmel steht offen.
Und ich mag, dass wir nur ein Wort dafür haben: Sky und Heaven sind eins. Amen.
Fürbitten (mit Stille):
Gott.
Wir sind verbunden.
Als Menschen mit Menschen. Als Glaubende miteinander.
Als Glaubende und Menschen mit Dir.

Gott, an diesem Ostermorgen bitten wir Dich:
Lass alle Menschen das Licht sehen!
Lass uns selbst Licht sein!
Erleuchte und bewege uns!

Wir bringen Dir unsere Gedanken, unser Danken und unser Sorgen.

Wir denken an alle, die wir lieben.
Wie gerne würden wir die Ostertage zusammen verbringen.

Wir denken an alle, die in diesen Zeiten noch einsamer sind.

Wir denken an alle Kranken.
Und an alle Kranken in Krankenhäusern, die keinen Besuch haben können.

Wir denken an alle, die helfen.
Sie setzen sich und ihre Kraft und ihre Gaben ein füreinander.

Was uns heute noch wichtig ist, bringen wir jetzt in der Stille vor dich.

Gott. Erleuchte und bewege uns
und hilf uns allen, dass wir mit dem Licht
der Osterbotschaft in diesen Tag gehen.

Vaterunser (sh. Seite 12)

Lied: „Wir wollen alle fröhlich sein“ (EG 100)

Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.
Amen.

Kerze über den Tag brennen lassen.

Vorlage: Fritz Baltruweit & Elisabeth Rabe-Winnen

Ostergottesdienst mit Kindern

Zur Vorbereitung:
Sucht euch einen schönen Ort aus, wo ihr den KiGo feiern wollt. Ihr könnt auf einem Tisch oder Tuch einen „Altar“ einrichten. Diesen könnt ihr mit Blumen schmücken. Außerdem könnt ihr eine Bibel und ein Kreuz drauflegen. Ihr braucht eine Kerze.
Unter https://kurzelinks.de/hsxf findet ihr eine Spotify-Playlist mit den vorgeschlagenen Liedern. Zu Beginn könnt Glockengeläut (Playlist) einspielen oder etwas von einer CD hören.

Kerze anzünden und dazu sagen: Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt! Wo Menschen in seinem Namen zusammenkommen, da ist Licht. Es breitet sich aus und wärmt. Heute an Ostern erinnern wir uns, dass Jesus auferstanden ist. Er ist nicht mehr tot, sondern Jesus lebt. Sein Licht ist mitten unter uns. Amen.

Liedvorschlag: „Du bist da, wo Menschen leben“

Gebet: Guter Gott, wir danken dir für die Auferstehung Jesu. Wir danken dir, dass Jesus unser Licht des Lebens ist. Wir danken dir für dein Licht und deine Liebe. Lass uns jetzt gemeinsam die Freude von Ostern entdecken und einen gesegneten Gottesdienst feiern. Amen.

Liedvorschlag: „Gottes Liebe ist so wunderbar“

Erzählung: Die Emmausjünger (nach Lk 24,13-35)
Kleopas und sein Freund hatten einen weiten Weg vor sich. Von Jerusalem bis nach Emmaus brauchte man zu Fuß etwa 2 Stunden. Sie gingen langsam und waren traurig. Alles hatte so gut angefangen. Sie hatten Jesus kennengelernt. Sofort waren sie von ihm begeistert gewesen. Alles war wunderbar – bis vor 3 Tagen. Jesus wurde gefangen genommen und getötet. Jetzt waren sie alleine. Jesus war nicht mehr bei ihnen.

Traurig gingen sie die Straße entlang. Sie wunderten sich nicht, als plötzlich ein Mann neben ihnen her ging, schließlich waren oft andere Menschen hier zu Fuß unterwegs. Der Mann schien denselben Weg zu haben, also gingen sie zu dritt weiter. Die Zwei waren so traurig, dass sie nicht erkannten, wer da mit ihnen ging. Es war Jesus selbst. „Worüber redet ihr?“, fragte Jesus sie. Traurig blieben sie stehen. „Weißt du nicht, was in Jerusalem geschehen ist?“, fragte Kleopas. „Was meinst du?“, wollte Jesus wissen. Kleopas fing an zu erzählen: „Du hast doch sicher von Jesus gehört. Wir sind mit ihm unterwegs gewesen. Vor drei Tagen ist es dann geschehen. Jesus wurde verhaftet und gekreuzigt. Jetzt ist Jesus tot. Er ist nicht mehr bei uns.“ Er kämpfte gegen die Tränen an.
Sein Freund erzählte weiter: „Jetzt ist es drei Tage her. Und heute früh ist etwas Sonderbares geschehen. Einige Frauen waren beim Grab von Jesus. Aber sie haben den Jesus nicht mehr gefunden, er war weg. Und sie haben Engel gesehen. Diese hatten gesagt ‚Jesus lebt’.“ Kleopas nickte und sprach weiter: „Ein paar von uns Jüngern sind zum Grab gegangen und es war wirklich so, wie die Frauen gesagt haben.“

Die Zeit verging so schnell, dass sie schon bald bei Emmaus waren. Jesus tat so, als wolle er weitergehen. „Komm doch mit uns nach Hause“, sagte Kleopas. „Es ist schon Abend und wird dunkel.“ Jesus nickte und sie gingen zusammen ins Haus. Kleopas und sein Freund bereiteten alles fürs Abendessen vor. Dann setzten sie sich. Jesus nahm das Brot in die Hand. Dann dankte er Gott dafür, brach das Brot und gab es den Beiden. Das hatte Jesus oft so getan. Und plötzlich erkannten sie, dass es Jesus selbst war, der mit ihnen am Tisch saß.

„Jesus lebt wirklich!“, ging es ihnen durch den Kopf. „Er ist bei uns!“ Jesus war auferstanden. Die Zwei freuten sich riesig. Im selben Moment war Jesus nicht mehr zu sehen. Trotzdem wussten sie jetzt, dass Jesus lebte, und nicht mehr tot war. „Wir müssen sofort zu den anderen“, sagte Kleopas. Die zwei machten sich auf den Weg nach Jerusalem. Wieder war es ein langer Weg zu Fuß, aber sie waren so voller Freude, dass sie ganz schnell gingen. In Jerusalem angekommen, berichteten sie den anderen Jüngern, wie Jesus ihnen begegnet war. Jetzt waren sie nicht mehr traurig. Jetzt fühlten sie sich nicht mehr allein, denn sie hatten erlebt: Jesus lebt!

Liedvorschlag: „Halleluja, preiset den Herrn“

Vertiefung: a) Ihr könnt etwas zur Geschichte malen oder aus Bauklötzen/Lego bauen. Schaut euch an, was ihr gestaltet habt und redet darüber.
b) Sprecht über die Geschichte: Was hat Euch gefallen? Was war das Schönste an der Geschichte? Was hat euch nicht so gut gefallen?

Liedvorschlag: „Sei mutig und stark“

Gebet: Gott, du bist Licht und Liebe. Du schenkst uns Hoffnung. An Ostern dürfen wir das ganz besonders erfahren. Gerade in der aktuellen Situation sind wir dankbar, dass wir nicht alleine sind. Wir vertrauen darauf, dass du da bist. Wir denken heute besonders an… Wir machen uns Sorgen um …. Pass bitte du auf sie/ihn auf. (Hier ist Platz für eine bestimmte Bitte oder Dank)
Vaterunser (sh. S. 12)
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Liedvorschlag: „Gott, dein guter Segen“

Quellen: www.derkindergottesdienst.de, KiGo @Home.

Ostermontag: Auferstehungsfeier am Friedhof

Diese Feier nimmt Bezug auf die uralte Tradition des Emmausgangs und des Gräber Besuchens. Wir laden Sie ein: Besuchen sie an Ostern das Grab Ihrer Angehörigen und entzünden sie dort das Osterlicht.
In Neunburg wird von 9.30-10.30 Uhr die Osterkerze am Friedhof stehen.

Folgende Worte können sie am Grab lesen und sprechen:

Evangelium:
Falls Sie keinen Ostergottesdienst gefeiert haben, lesen sie am besten die Lesung aus dem Ostersonntag, Seite 7.

Jesus spricht „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?“ – „Ja, Herr“, antwortete Martha, „ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ (Joh 11,25 NGÜ)

Glaubensbekenntnis
Die Gräber sprechen von der Macht des Todes. Wir bekennen unseren Glauben an den Gott des Lebens:
Ich glaube an Gott den Vater… (sh. Seite 12)

Jesus spricht: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12 LUT)

Zünden Sie nun ein Grablicht oder ähnliches an und sprechen Sie:

Halleluja! Auferstanden bist du, Jesus Christus!
Du machst alles neu. Dein Licht erhellt unsere Finsternis.
Deine Liebe durchbricht unsere Erstarrung
Dein Heil erlöst uns.
Der Tod kann sich nicht mehr auf seine Macht verlassen.

So bitten wir um dein aufstrahlendes Licht.
Hoffnung für die Trauernden, ewige Liebe für die Toten.

Wir gedenken unserer Verstorbenen: [Namen nennen]

Lass unsere Toten Ruhe finden bei dir. Dein Licht leuchte auch Ihnen.
Mach uns gewiss, dass du die Auerstehung und das Leben bist.
Denn du bist auferstanden, Jesus Christus! Halleluja!

Gebet: Vater Unser (sh. Seite)

Segen:
Und so segne und behüte uns Gott, der Herr über Lebende und Tote, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

nach VELKD Agende „Auferstehungsfeier am Friedhof“

Wichtige Texte

Das Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Das Apostolische Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

Zusammenstellung: Pfr. Gerhard Beck, gerhard.beck@elkb.de; Katja Klein.

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