Siehe es kommt die Zeit … – Predigt zu Jer 23,5-8 (1. Advent)

Gnade sei mit euch und Friede von Gott ,unserm Vater, und unserem Herren Jesus Christus. Amen.
Lasst uns in der Stille um den Segen des Wortes Gottes
bitten.
Liebe Gemeinde,
es war eine Zeit voller Kriege. Denn so toll es war, dass das Land fruchtbar war, es hatte einen Nachteil: Die Großmächte Ägypten und Babylon trafen hier aufeinander. Natürlich wollten sie nicht in der Wüste Arabiens Krieg führen. Also zogen Sie am Mittelmeer entlang aufeinander zu. Von Süden kamen die Ägypter und von Norden die Babylonier. Erst war der nördliche Nachbar Israel erobert worden, jetzt war Juda, das Südreich dran. Auf dem Thron saß Zedekia, der vom babylonischen König Nebukadnezar als Vasall eingesetzt worden war. Aber immer wieder wagte er, von Ägypten angestachelt, den Aufstand. Und so lag der Krieg mit den mächtigen Babyloniern in der Luft, Kriegsvorbereitungen waren überall spürbar und natürlich mussten die Armen zuerst darunter leiden.
Sie riefen zu Gott, in Erinnerung daran, dass er sie aus Ägyptenland geführt hatte.
Aber wo war er nun? Die Stämme des großen, stolzen Volkes der Juden, die im Norden lebten, waren zerschleppt und verstreut.
Kümmerte er sich noch um sie?
Der Prophet Jeremia glaubte daran und erzählte davon. Wie oft hatte er schon die Könige ermahnt, ihr Schicksal anzunehmen und keinen Krieg zu riskieren. Wie oft war er schon dafür eingesperrt worden.
Aber immer noch redete er und immer mehr von der verheißungsvollen Zukunft:
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.
Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der Herr ist unsere Gerechtigkeit«.
Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der Herr lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!«, sondern: »So wahr der Herr lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.« Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.“
Es war eine Zeit voller Kriege. Denn so toll es war, dass das Land fruchtbar war und Zugang zum Meer hatte, es hatte einen Nachteil: Durch das Meer kamen die Römer. Und Sie eroberten alles.Die Militärherrschaft setzte ihr Recht mit Gewalt durch und auf dem Thron saß ein Vasallenkönig. Er hielt sich verzweifelt an der Macht fest und versuchte durch Bauten sich beim Volk einzuschmeicheln. Aber der Krieg und die Steuern machten das Volk arm. Aufstand lag in der Luft, immer mehr Zeloten ermordeten aus dem Hinterhalt römische Soldaten. Es war klar, dass bald schlimmeres passieren würde.
Und dann noch diese Volkszählung für neue Steuern. Jeder musste in sein Heimatdorf.
Josef musste nach Bethlehem, dem Sitz Davids. Aus dessen Spross sollte er kommen, der König von dem alle träumten:
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.
Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der Herr ist unsere Gerechtigkeit«.
Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der Herr lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!«, sondern: »So wahr der Herr lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.« Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.“
Es ist eine Zeit voller Kriege. Denn so fruchtbar das Land ist: Jedes Volk wollte hier leben und ist hier schon einmal durchgezogen. Wer hat da schon das Recht allein in diesem Land zu leben? Gerecht ist der Kampf um das Land schon lange nicht mehr.
Nur mit Militär und Angst lässt es sich in Israel und Palästina leben. Unterdrückung und Angst vor Angriffen und Anschlägen gehören zum Leben.
Der Krieg, der Kampf bestimmt die Politik, wofür Geld ausgegeben wird, das tägliche Leben.
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.
Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der Herr ist unsere Gerechtigkeit«.
Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der Herr lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!«, sondern: »So wahr der Herr lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.« Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.“
Es ist eine zeitlose Ansage, die Jeremia macht. Denn so klug der Mensch ist: Immer wieder streitet er, kämpft, führt Kriege. Immer wieder ist er auf den eigenen Vorteil bedacht. Immer wieder ist er ungerecht und bricht das Recht.
Immer wieder schreit er „mein Volk“
Immer wieder brauchen wir diese Verheißung Gottes. Als Versprechen, als Hoffnung.
Als Mahnung.
Und als Erinnerung, Gott an sein Versprechen zu erinnern.
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.
Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der Herr ist unsere Gerechtigkeit«.
Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der Herr lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!«, sondern: »So wahr der Herr lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.« Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.“

Amen
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
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