Andacht zum 31. Januar 2021 – 2. Petr 1,16-19

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Gebet: Ps 100

1 Der HERR herrscht als König! Jubel soll das Festland erfüllen. Die vielen Inseln sollen sich freuen.

2 Dichte und dunkle Wolken umgeben ihn.

Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen, auf denen sein Thron fest gegründet ist.

3 Verzehrendes Feuer zieht vor ihm her

und steckt seine Feinde ringsum in Brand.

4 Seine Blitze erleuchten den Erdkreis.

Die Erde hat es gesehen und bebt.

5 Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN,

vor dem Herrscher über die ganze Welt.

6 Die Himmel erzählen von seiner Gerechtigkeit,

und alle Völker schauen seine Herrlichkeit.

8 Die Stadt Zion hört es und freut sich.

Die Töchter Judas brechen in Jubel aus.

Du, HERR, hast ihnen zum Recht verholfen.

9 Denn du, HERR, bist der Höchste!

Du herrschst über die ganze Welt.

Du stehst hoch über allen Göttern.

11 Ein Licht strahlt auf über den Gerechten.

Freude erfüllt die Herzen der Aufrichtigen.

12 Freut euch, ihr Gerechten, über den HERRN

und preist seinen heiligen Namen.

Ps 100, 1-6.8-12 Basisbibel NT+PS © Deutsche Bibelgesellschaft

Bibeltext: 2. Petr 1

16 Wir haben euch ja angekündigt,dass unser Herr Jesus Christus machtvoll wiederkommen wird.

Und dabei haben wir uns nicht auf ausgeklügelte, erfundene Geschichten gestützt. Sondern wir haben mit eigenen Augen seine wahre Macht und Größe gesehen. 17 Gott, der Vater, ließ seine Ehre und Herrlichkeit sichtbar werden – damals, als von der Ehrfurcht gebietenden Herrlichkeit Gottes her eine Stimme erklang, die zu ihm sprach: »Das ist mein Sohn, ihn habe ich lieb. An ihm habe ich Freude.«

18 Diese Stimme haben wir selbst gehört. Sie kam vom Himmel her, als wir mit Jesus auf dem heiligen Berg waren.

19 So gewinnt das prophetische Wort für uns noch an Zuverlässigkeit. Und ihr seid gut beraten, wenn ihr euch daran haltet. Denn dieses Wort ist wie ein Licht, das an einem dunklen Ort brennt –so lang bis der Tag anbricht und der Morgenstern in eurem Herzen aufgeht.

Basisbibel NT+PS © Deutsche Bibelgesellschaft


Basisbibel NT+PS © Deutsche Bibelgesellschaft

Gedanken:

Dunkelheit – die ist viel um uns herum. Beschränkungen jeder Art. Einsamkeit, Sorge um einander, Distanzlernen und zusätzliche Belastungen.

Und dann der erschreckende Blick in die Welt: Kriege hören wegen Krankheiten nicht auf.

In Flüchtlingslager gibt es keinen Abstand.

In manchem afrikanischen gibt es keine 136 Intensivbetten in einem Landkreis, sondern im ganzen Land.

Und genauso schlimm wie Corona sind in anderen Teilen die Welt die Folgen: Da geht es nicht mehr um die persönliche Freiheit, sondern um kleine Verkaufsstände, die ganze Familien ernährten. Um Wanderarbeiter, um Hunger und verlorene Bildung. Wie soll Distanzunterricht ohne Internet und technische Geräte gehen?

Licht wäre jetzt schön. Etwas Hoffnungsschimmer in unserer dunklen Welt. Etwas um sich zu klammern, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht.

„Habt ihr doch schon!“ ruft uns ein Briefeschreiber aus der Vergangenheit zu. „Überlegt doch, was Gott uns alles versprochen hat!“

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. (Psalm 34,19)“

oder „Die den HERRN lieb haben, sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht! (Richter 5,31)“

Licht wird wieder sein, Gott beschützt uns doch!

Aber können wir dem trauen? – Eine uralte Frage, die dem Briefschreiber auch schon gestellt wurde: „Denkt daran, was wir von von den Erlebnissen mit Jesus wissen. Das sind nicht nur ausgedachte Geschichten! Das ist geschehen!

Und Jesus war nicht irgendwer: Gott selbst hat ihn als seinen Sohn bestätigt. Petrus war doch dabei!“

Vertraut Jesus! Das Vertrauen trägt euch durch dunkle Zeiten.

Aber gilt das auch für heute? Trägt es auch durch unsere Zeiten?

Vielleicht ist die Frage: Was haben wir schon mit Jesus erlebt?

Wie Ausgegrenzte Heimat gefunden haben. Wie Zerstrittene sich versöhnten. Wie scheinbar Totes zum Leben erwachte.

Zutrauen in schweren Stunden.

Jeder wird das für sich anders beantworten. Aber ich glaube jedes Erlebnis ist: ein Licht an einem dunklen Ort. Ein Licht, das solange leuchtet bis der Tag anbricht und der Morgenstern in unserem Herzen aufgeht.

Gebetsvorschlag

Herr, du bist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.

So bringen wir vor dich all die Menschen, die sich umeinander sorgen. Alle, die sich vor Krankheiten schützen müssen

Alle, die unter Einsamkeit lernen.

Alle, die unter der Mehrfachbelastung von Arbeit und Kinderbetreuung leiden.

Alle Lehrer und Lehrerinnen, die zweifeln, wie sie ihre Arbeit richtig machen können.

Alle, deren berufliche Existenz bedroht ist.

Unsere Mitmenschen in anderen Teilen der Welt, die die Auswirkungen viel schlimmer erleben.

Wir sollen sein wie die aufgehende Sonne! Darauf vertrauen wir.

Amen.

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